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Erkrankungen des Nervensystems

Unser Nervensystem steuert Bewegung, Gedächtnis, Denken und viele weitere lebenswichtige Funktionen. Erkrankungen des Nervensystems können diese Fähigkeiten beeinträchtigen – oft schleichend, manchmal plötzlich. Wir bieten Ihnen Unterstützung wenn Sie oder Angehörige eine Krankheit wie beispielsweise Demenz, MS, Parkinson haben oder einen Schlaganfall erlitten haben.

Risikofaktoren

Viele Erkrankungen des Nervensystems entstehen nicht plötzlich, sondern entwickeln sich über Jahre hinweg. Neben genetischen Einflüssen spielen auch Lebensstil und gesundheitliche Faktoren eine wichtige Rolle. Das bedeutet: In vielen Bereichen können Sie selbst aktiv zu Ihrer Gesundheit beitragen.

Nicht beeinflussbare Risikofaktoren

Einige Faktoren lassen sich nicht verändern, sollten aber bekannt sein:

  • höheres Lebensalter
  • familiäre Vorbelastung
  • genetische Faktoren

Diese Faktoren können das Risiko erhöhen, führen jedoch nicht zwangsläufig zu einer Erkrankung.

Beeinflussbare Risikofaktoren

Viele Faktoren lassen sich aber positiv beeinflussen – hier setzt Prävention an:

Ein gesunder Lebensstil kann helfen, das Risiko für Erkrankungen des Nervensystems zu reduzieren. Informieren Sie sich über unsere Präventionsangebote.

Demenz

Demenz, als Überbegriff für eine Gruppe von Erkrankungen, geht mit einem fortschreitenden Verlust von geistigen Fähigkeiten einher. Beeinflusst werden das Kurz- und Langzeitgedächtnis, die Merkfähigkeit und das Verhalten. Die Ursachen sind vielfältig. Die häufigste Form ist die Alzheimer-Erkrankung.


Typische Anzeichen:

  • zunehmende Vergesslichkeit
  • Schwierigkeiten bei Orientierung und Planung
  • Veränderungen im Verhalten

Wichtig zu wissen:
Eine (altersbedingte) Vergesslichkeit ist zunächst kein Grund zur Sorge. Hält die Vergesslichkeit aber über mehrere Monate an, ist es ratsam, einen Arzt oder eine Ärztin aufzusuchen. Hierbei können die Ursache, Symptome und möglicherweise die genaue Diagnose abgeklärt werden. Hilfreich ist es, sich direkt an eine neurologische Praxis oder an die Gedächtnisambulanzen zu wenden. Eine frühe Diagnose kann helfen, den Verlauf positiv zu beeinflussen und geeignete Unterstützungsangebote zu nutzen.

Schlaganfall

Ein Schlaganfall ist ein plötzlich auftretendes Ereignis, bei dem die Durchblutung des Gehirns unterbrochen wird. Dies kann zu dauerhaften Schäden des Nervensystems führen. Je nach betroffenem Bereich können unterschiedliche körperliche und kognitive Fähigkeiten eingeschränkt sein.


Mögliche Folgen:

  • Lähmungen oder Schwäche auf einer Körperseite
  • Sprach- oder Sprechstörungen
  • Gedächtnis- und Konzentrationsprobleme
  • Einschränkungen im Alltag

Wichtig zu wissen:

Ein Schlaganfall ist ein medizinischer Notfall und erfordert sofortige Behandlung. Für die Genesung und Lebensqualität ist anschließend eine gezielte Rehabilitation entscheidend. Dazu zählen unter anderem Physio-, Ergo- und Sprachtherapie. Frühzeitige und kontinuierliche Unterstützung kann helfen, verlorene Fähigkeiten teilweise wiederzuerlangen und den Alltag besser zu bewältigen.

Morbus Parkinson

Die Parkinson-Krankheit ist eine chronische Erkrankung des Nervensystems, bei der vor allem die Bewegungssteuerung beeinträchtigt wird. Sie entsteht durch einen Mangel des Botenstoffs Dopamin im Gehirn. Neben motorischen Einschränkungen können auch nicht-motorische Symptome auftreten.


Typische Anzeichen:

  • Zittern (Tremor)
  • verlangsamt ausgeführte Bewegungen
  • Muskelsteifheit
  • Gleichgewichtsprobleme

Wichtig zu wissen:
Die Symptome entwickeln sich meist schleichend und werden häufig zunächst als altersbedingt eingeordnet. Eine frühzeitige ärztliche Abklärung ist jedoch wichtig, um andere Ursachen auszuschließen und eine gezielte Behandlung einzuleiten. Medikamentöse Therapien sowie unterstützende Maßnahmen wie Physio- oder Ergotherapie können dazu beitragen, die Lebensqualität zu erhalten und den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen.

Multiple Sklerose (MS)

Multiple Sklerose ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, bei der die schützenden Hüllen der Nervenfasern angegriffen werden. Die Erkrankung verläuft individuell sehr unterschiedlich und kann schubweise oder fortschreitend auftreten.


Typische Anzeichen:

  • Sehstörungen
  • Taubheitsgefühle oder Kribbeln in Armen und Beinen
  • Koordinations- und Gleichgewichtsstörungen
  • schnelle Erschöpfung

Wichtig zu wissen:
Die Beschwerden können anfangs unspezifisch sein und auch wieder verschwinden, was eine frühe Diagnose erschwert. Bei wiederkehrenden oder anhaltenden Symptomen sollte daher eine neurologische Abklärung erfolgen. Moderne Therapien können helfen, die Krankheitsaktivität zu reduzieren und den Verlauf positiv zu beeinflussen. Eine kontinuierliche Betreuung unterstützt dabei, mit der Erkrankung im Alltag umzugehen.

Leben mit Multipler Sklerose

Erfahrungsbericht

Unsere Kollegin Anna (38) lebt seit über zehn Jahren mit der Diagnose MS. Wie es ihr damit geht, erzählt sie im Interview.

Kompetente Hilfe erhalten

myReha

Sicher sprechen, Worte wiederfinden, Konzentration stärken, Erinnerungen behalten. Die App myReha ist eine als Medizinprodukt zugelassene Lösung zur Unterstützung der Therapie nach neurologischen Erkrankungen. Mit individuell angepassten Übungen fördert sie gezielt die Verbesserung von Sprache, Gedächtnis und allen weiteren kognitiven Fähigkeiten – sowohl in der Klinik als auch für die selbstständige Anwendung zu Hause.

Das bietet die myReha-App
  • Vielfältige Übungsauswahl
    Ihnen stehen über 65.000 Aufgaben mit wissenschaftlich nachgewiesener Wirksamkeit zur Verfügung – jeden Tag erhalten Sie eine individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmte Übungsauswahl.
  • Intelligenter Therapieplan
    myReha erstellt automatisch einen auf Ihre Fortschritte abgestimmten Therapieplan, um Ihre neurologischen Fähigkeiten optimal wiederherzustellen.
  • Detaillierte Fortschrittsanalyse
    Verfolgen Sie Ihre Erfolge mit personalisiertem Feedback. Sie können Ihre Fortschritte jederzeit einsehen und diese bei Bedarf mit Ihrem Therapie-Team teilen.
  • Interaktive Sprachübungen
    Trainieren Sie gezielt Ihre Wortwahl, Aussprache und Ihren Sprachfluss. Mit der myReha-App erhalten Sie direktes Feedback und hilfreiche Hinweise zur Verbesserung.
  • Intuitive Bedienung
    Die Bedienung der myReha App ist auch für Menschen mit neurologischen Einschränkungen oder ohne Vorerfahrung mit digitalen Geräten geeignet. Sie werden Schritt für Schritt durch die Registrierung geführt und bekommen eine ausführliche Anleitung am Anfang jeder Übung.
Wer kann die App nutzen?

Die myReha-App richtet sich an unsere Mitglieder mit ärztlich festgestellten sprachlichen und kognitiven Einschränkungen. Diese gehen zum Beispiel mit Krankheiten wie Schlaganfall, Demenz, Long Covid, Morbus Parkinson oder Multiple Sklerose einher. Konkrete Diagnosen im Zusammenhang dieser Krankheiten werden nach der "internationalen Klassifikation von Krankheiten und Gesundheitsproblemen (ICD-10-Code)" gestellt. 

 

Wir übernehmen die Kosten für die folgenden Diagnosen/ICD-10-Codes:

  • Bösartige Neubildung des Gehirns (ICD-10-Code: C71)
  • Gutartige Neubildung des Gehirns und anderer Teile des Zentralnervensystems (ICD-10-Code: D33)
  • Dementielle Erkrankungen (ICD-10-Code: F00–F03)
  • Entzündliche Krankheiten des Zentralnervensystems: Meningitiden, Enzephalitiden, Myelitiden (ICD-10-Code: G00–G09)
  • Extrapyramidale Krankheiten und Bewegungsstörungen: Morbus Parkinson, Parkinson Syndrome (ICD-10-Code: G20–G26)
  • Demyelinisierende Krankheiten des zentralen und peripheren Nervensystems: Multiple Sklerose (ICD-10-Code: G35–G37)
  • Episodische und paroxysmale Krankheiten des Nervensystems: Epilepsien, Kopfschmerzen (ICD-10-Code: G40–G47) 
  • Zerebrale Lähmung und sonstige Lähmungssyndrome, Zerebrale Lähmungssyndrome: infantile Zerebralparese (ICD-10-Code: G80–G83)
  • Krankheiten des autonomen Nervensystems und sonstige Krankheiten des Nervensystems (ICD-10-Code: G90–G99)
  • Zerebrovaskuläre Krankheiten: arterielle und venöse Hirninfarkte, Hirnblutungen (ICD-10-Code: I61–I69)
  • Traumatische Schädigungen des zentralen und peripheren Nervensystems: Schädel-Hirn-Trauma (ICD-10-Code: S06)
  • Kognitive Defizite bei Long COVID (ICD-10-Code: U08.9–U09.9)
     

Sie haben eine andere Diagnose erhalten? 

Dann klären Sie bitte vorab mit uns, ob trotzdem eine Kostenübernahme erfolgen kann.

Die App können alle privatversicherten Mitglieder der Debeka Krankenversicherung (mit oder ohne Beihilfeanspruch) nutzen. Ausgenommen sind Versicherte im Standard-, Basis- oder Notlagentarif sowie die Tarife BSS, BSB, PSKV, Martinus und KUK.

So einfach geht’s
  1. Laden Sie sich die App myReha im AppStore (für iOS) oder bei Google Play (für Android) auf Ihr Smartphone oder Tablet herunter.
  2. Legen Sie sich ein Nutzerkonto an.
  3.  Wählen Sie die Debeka als Ihre Krankenversicherung aus.
  4. Nun erhalten Sie eine Rechnung und können direkt starten.
  5. Zahlen Sie die Rechnung und reichen Sie diese zur tariflichen Erstattung bei der Debeka und ggf. Beihilfe ein.
Wer übernimmt die Kosten?

Das Angebot umfasst sechs Monate Zugang auf die Inhalte der myReha-App. Die Debeka erstattet die App myReha in tariflichem Umfang nach medizinischer Notwendigkeit höchstens viermal im Zeitraum von zwei Jahren ab erstmaliger Nutzung.

 

Sobald Sie Ihr Nutzerkonto angelegt haben, stellt Ihnen myReha eine Rechnung aus. Diese können Sie wie gewohnt zur tariflichen Erstattung bei uns einreichen. Sie sind beihilfeversichert? Dann klären Sie auch die Kostenerstattung mit Ihrer Beihilfestelle ab. Sofern sich die zuständige Beihilfestelle nicht an den Kosten beteiligt, erstatten wir die Kosten aus einem bestehenden Beihilfeergänzungs­tarif. Dieser Tarif muss Versicherungsleistungen für digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) vorsehen.

FPZ NeuroTherapie

Neurologische Erkrankungen oder deren Folgen können den Alltag erheblich beeinflussen – sei es durch Einschränkungen der Beweglichkeit, der Koordination oder der geistigen Leistungsfähigkeit. Genau hier setzt eine individuell abgestimmte Therapie an: Sie hilft, Funktionen zu erhalten und – im Idealfall – sogar zu verbessern.
Die FPZ NeuroTherapie ist eine gerätegestützte, strukturierte Trainingstherapie. Sie verbindet moderne Trainingsansätze mit medizinischer Betreuung. So soll das Programm die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit gezielt und nachhaltig stärken – und die Lebensqualität steigern.

Was sind die Vorteile der FPZ NeuroTherapie?
  • Eingangsanalysecheck:
    Eine Analyse Ihrer körperlichen Voraussetzungen und Beschwerden ist die Basis Ihrer Therapie.

  • Individuelle Planung:
    Sie erhalten ein Trainingsprogramm, das exakt zu Ihnen und Ihren Zielen passt.

  • Betreutes Training:
    Sie trainieren regelmäßig unter fachlicher Anleitung – sicher und effektiv.

  • Online-Therapieeinheiten:
    Mit personalisierten Online-Übungen, abgestimmt auf die Therapieeinheiten vor Ort, ergänzen Sie Ihr Training flexibel.

  • Fortschrittskontrolle:
    Die therapeutische Fachkraft behält Ihre Entwicklung stets im Auge und passt Ihr Training ggf. an – damit Sie kontinuierlich vorankommen.
Wer kann trainieren?

Die FPZ NeuroTherapie richtet sich an unsere privatversicherten Mitglieder mit ärztlich festgestellten Erkrankungen des Nervensystems. Diese gehen zum Beispiel mit Krankheiten wie Schlaganfall, Demenz, Morbus Parkinson oder Multiple Sklerose einher. Konkrete Diagnosen im Zusammenhang mit diesen Krankheiten richten sich nach der "Internationalen Klassifikation von Krankheiten und Gesundheitsproblemen (ICD-10-Code)".

Wir übernehmen die Kosten bei folgenden Diagnosen/ICD-10-Codes:

  • F00.*: Demenz bei Alzheimer-Krankheit (nur in Verbindung mit einer diagnostizierten orthopädischen Begleiterkrankung)
  • F01.*: Vaskuläre Demenz (nur in Verbindung mit einer diagnostizierten orthopädischen Begleiterkrankung)
  • F02.*: Demenz bei anderenorts klassifizierten Krankheiten (nur in Verbindung mit einer diagnostizierten orthopädischen Begleiterkrankung)
  • F03: Nicht näher bezeichnete Demenz (nur in Verbindung mit einer diagnostizierten orthopädischen Begleiterkrankung)
  • G20.-: Primäres Parkinson-Syndrom
  • G21.-: Sekundäres Parkinson-Syndrom
  • G22*: Parkinson-Syndrom bei anderenorts klassifizierten Krankheiten
  • G30.*: Alzheimer-Krankheit
  • G31.8*: Sonstige näher bezeichnete degenerative Krankheiten des Nervensystems
  • G35.*: Multiple Sklerose
  • I63.*: Hirninfarkt (ischämischer Schlaganfall)
  • I64: Schlaganfall, nicht als Blutung oder Infarkt bezeichnet
  • S06.*: Intrakranielle Verletzung

Die FPZ NeuroTherapie können alle privatversicherten Mitglieder der Debeka Krankenversicherung (mit oder ohne Beihilfeanspruch) nutzen. Ausgenommen sind Versicherte im Standard-, Basis- oder Notlagentarif sowie die Tarife PSKV und Martinus.

Wo finde ich geeignete Therapeuthen?

Ein geeignetes FPZ Therapiezentrum finden Sie auf der Webseite von FPZ.

Wie funktioniert die Kostenübernahme

Sie erhalten von Ihrem FPZ Therapiezentrum eine Rechnung. Reichen Sie diese zusammen mit der Verordnung wie gewohnt bei uns ein – und gegebenenfalls bei Ihrer Beihilfestelle. Wir erstatten Ihnen die Kosten für bis zu 24 Einheiten FPZ NeuroTherapie im tariflichen Umfang. Maßgeblich ist der aktuelle beihilfefähige Höchstsatz für Krankengymnastik am Gerät bzw. medizinische Trainingstherapie.


Auch die Beihilfe leistet in der Regel für die FPZ NeuroTherapie – bis zu den oben genannten Höchstsätzen. Unser Tipp: Klären Sie deren Kostenbeteiligung am besten schon vor Behandlungsbeginn.

Kontakt

Fragen zu unseren Gesundheitsangeboten?

Haben Sie Fragen zu unseren Angeboten oder Kooperationspartnern? Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf oder rufen Sie uns an – wir sind für Sie da: 0261 498-4444

Fragen zur Erstattung?

Ihr Kontakt zur Debeka für alle Fragen rund um die Abrechnung unserer Angebote und Programme.