Fieber, Hautausschlag, Übelkeit, Erbrechen oder Lichtempfindlichkeit – all das können Symptome einer Meningokokken-Infektion sein. Diese ist selten, kann jedoch innerhalb weniger Stunden schwer verlaufen. Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen zu den aktuellen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO).
Was sind Meningokokken?
Meningokokken sind Bakterien, die schwere Erkrankungen wie Hirnhautentzündung (Meningitis) und Blutvergiftung (Sepsis) verursachen können. Diese können lebensbedrohlich sein und dauerhafte gesundheitliche Folgen haben – etwa neurologische Schäden oder Hörverlust.
Die Bakterien werden durch Tröpfcheninfektion – also beim Husten, Niesen oder engem Kontakt wie Küssen – von Mensch zu Mensch übertragen. Zwischen Ansteckung und Ausbruch der Erkrankung liegen meist nur wenige Tage. Es gibt verschiedene Serogruppen von Meningokokken: A, B, C, W, und Y. In Deutschland sind vor allem die Serogruppen B und Y von Bedeutung.
Welche Impfungen empfiehlt die STIKO aktuell?
Die STIKO empfiehlt:
- eine Standardimpfung gegen Meningokokken ACWY im Alter von 12 bis 14 Jahren
- eine Nachholimpfung bis zum 25. Geburtstag, wenn die Impfung bisher noch nicht stattgefunden hat
- eine Standardimpfung gegen Meningokokken B für Säuglinge ab dem 2. Lebensmonat bzw. eine Nachholimpfung bis zum 5. Geburtstag
Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Wie bei anderen Impfungen kann es zu vorübergehenden Nebenwirkungen kommen. Häufig sind: Schmerzen, Rötung oder Schwellung an der Injektionsstelle, leichtes Fieber oder allgemeines Unwohlsein. Bei gleichzeitiger Verabreichung anderer Impfstoffe kann das Risiko für Fieber etwas erhöht sein. Schwere Nebenwirkungen sind selten.
Bei Fragen oder Unsicherheiten empfehlen wir die Rücksprache mit der behandelnden Ärztin bzw. dem behandelnden Arzt.
Bleiben die Indikationsimpfungen bestehen und übernimmt die Debeka die Kosten für die Impfung?
Die Debeka erstattet die Kosten in tariflichem Umfang für die Impfung gegen Meningokokken ACWY im Alter von 12 bis 14 Jahren bzw. bei einer Nachholimpfung bis zum 25. Geburtstag und die Impfung gegen Meningokokken B für Säuglinge ab dem 2. Lebensmonat bzw. bei einer Nachholimpfung bis zum 5. Geburtstag.
Für gesundheitlich besonders gefährdete Personen sind die Empfehlungen zur Impfung gegen Meningokokken ACWY sowie B unverändert. Dazu zählen:
- Personen mit bestimmten angeborenen oder erworbenen Immundefekten
- Personen ohne funktionsfähige Milz
- Laborpersonal mit Kontakt zu Meningokokken
- Reisende in Länder mit erhöhtem Erkrankungsrisiko (z. B. in Regionen des sogenannten „Meningitisgürtels“ in Afrika)
Impfungen für Laborpersonal und aufgrund von Auslandsreisen erstatten wir in bestimmten Tarifen. Alle wichtigen Informationen dazu finden Sie in Ihren Tarifbedingungen.
Wo kann ich weitere Informationen erhalten?
Weitere Informationen erhalten Sie in Ihrer kinder- bzw. hausärztlichen Praxis oder auf der Website des Robert Koch-Instituts.