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Häufig gestellte Fragen zur Beitragsanpassung

Beitragsanpassung 1. Januar 2022

Sondersituation: Corona-Zuschlag in der privaten Pflegepflichtversicherung (PPV) im Jahr 2022

 

Warum sind Beitragsanpassungen notwendig?

Wir kalkulieren den Beitrag u. a. anhand der aktuell zu erwartenden durchschnittlichen Versicherungsleistungen bis zum Lebens- oder Vertragsende. Würden sich diese Faktoren nicht ändern, blieben die Beiträge über die gesamte Versicherungsdauer ungeachtet des steigenden Alters des Versicherten konstant. Tatsächlich kommt es aber vor allem wegen des medizinischen Fortschritts immer wieder zu Änderungen. Auch die steigende Lebenserwartung und das anhaltende Niedrigzinsniveau müssen wir berücksichtigen. Reichen die ursprünglich kalkulierten Beiträge nicht mehr aus, die vereinbarten Leistungen dauerhaft zu finanzieren, ist eine Beitragsanpassung gesetzlich vorgesehen.

Wann dürfen die Beiträge angepasst werden (gesetzliche Grundlagen)?

In § 155 Abs. 3 Versicherungsaufsichtsgesetz sowie in § 203 Abs. 2 Versicherungsvertragsgesetz ist geregelt, wann eine Beitragsanpassung einzuleiten ist. Danach vergleichen wir einmal im Jahr die erforderlichen mit den kalkulierten Versicherungsleistungen für jede „Beobachtungseinheit“ (z. B. Frauen, Männer, Kinder und Jugendliche oder Frauen und Männer in der Ausbildung) eines Tarifs. Stellen wir bei dieser Gegenüberstellung eine Abweichung von mehr als fünf Prozent (Schwellenwert) fest, überprüfen wir die Beiträge und passen sie wenn nötig an. Dabei berücksichtigen wir die aktuellen Rechnungsgrundlagen (z. B. durchschnittliche Versicherungsleistungen, künftige Vertragslaufzeit und zu erwartende Zinserträge).

 

Wie werden bei einer Beitragsanpassung die Beiträge berechnet?

Für die gesamte Private Krankenversicherung ergibt sich das Berechnungsverfahren aus dem Versicherungsaufsichtsgesetz sowie aus § 8a Abs. 2 der Musterbedingungen für die Krankheitskosten- und Krankenhaustagegeldversicherung (MB/KK 2009). Ausschlaggebend ist zunächst der Beitrag für das erreichte tarifliche Lebensalter zum Zeitpunkt der Beitragsanpassung. Dieser Neubeitrag berücksichtigt die aktuellen Rechnungsgrundlagen. Davon wird der tatsächlich zu zahlende Beitrag abgeleitet. Die bisher gebildete Alterungsrückstellung rechnen wir dabei an, sodass sich der Beitrag entsprechend verringert.

Was ist der "auslösende Faktor" und was hat er mit der Beitragshöhe zu tun?

Wann Beiträge überprüft und bei Bedarf angepasst werden, regeln § 203 Abs. 2 Versicherungsvertragsgesetz und § 155 Abs. 3 Versicherungsaufsichtsgesetz. Demnach müssen wir die Beiträge anpassen, wenn sich die Versicherungsleistungen oder die Sterblichkeit (und damit die Lebenserwartung) deutlich und nicht nur vorübergehend verändern.

Daher vergleichen wir jedes Jahr nach einem vorgegebenen Verfahren jeweils die erforderlichen und die kalkulierten Versicherungsleistungen bzw. Sterblichkeiten miteinander ("auslösende Faktoren"). Dabei werden sogenannte Beobachtungseinheiten (z. B. Frauen, Männer, Kinder und Jugendliche oder Frauen und Männer in der Ausbildung) getrennt voneinander betrachtet. Überschreiten die so festgestellten Abweichungen bestimmte Schwellenwerte, müssen wir die Beiträge überprüfen und wenn nötig anpassen.

Bei dem auslösenden Faktor handelt es sich tatsächlich nur um den "Auslöser" einer Beitragsanpassung. Beitragserhöhende und beitragssenkende Effekte in den geänderten Rechnungsgrundlagen können sich gegenseitig verstärken oder abschwächen. Daher ist eine Ableitung der konkreten Beitragsänderung aus den jeweiligen „auslösende Faktoren“ nicht möglich.

Werden Selbstbeteiligungen zum 1. Januar 2022 angepasst?

Nein

Welche Folgen hat die Niedrigzinsphase auf meinen Beitrag?

Leider ist aktuell nicht absehbar, ob sich das Zinsniveau bald wieder erholen wird. Derzeit müssen wir davon ausgehen, u. a. bedingt durch die Corona-Pandemie, dass die Zinsen noch über einen längeren Zeitraum niedrig bleiben werden. Dadurch können wir die in der Alterungsrückstellung einkalkulierten Zinserträge langfristig am Kapitalmarkt nicht mehr erwirtschaften. Wird dann im Zuge einer Beitragsanpassung der Rechnungszins reduziert, wirkt sich dies beitragssteigernd aus.

Steigen meine Beiträge aufgrund der Corona-Pandemie?

Nein, denn bei der Beitragsanpassung zum 1. Januar 2022 haben wir die einmaligen „Corona-Effekte“ nicht berücksichtigt. Zwar wurden auch Leistungsdaten aus dem Jahr 2020 herangezogen, aber die Corona-Pandemie hat sich in den einzelnen Leistungsbereichen unterschiedlich ausgewirkt.

So sind bestimmte Leistungen auf der einen Seite zwar eindeutig auf die Pandemie zurückführen (z. B. die Abrechnung von PCR-Tests oder zusätzliche Hygienemaßnahmen im Krankenhaus), auf der anderen Seite geht jedoch in vielen Fällen aus den eingereichten Belegen nicht hervor, ob der jeweiligen Behandlung eine Covid-19-Erkrankung zugrunde lag.

Außerdem haben viele Versicherte aufgrund der Pandemie weniger Leistungen in Anspruch genommen, weil sie z. B. nicht zeitkritische Behandlungen zunächst verschoben haben.

Derzeit gehen wir also nicht davon aus, dass die Corona-Pandemie die Inanspruchnahme von Leistungen dauerhaft beeinflusst.

Warum werden die Beiträge in den Tarifen BSS (Frauen) und N (Frauen und Männer) zum 1. Januar 2022 erhöht?

Wann und wie wir Beiträge anpassen, können wir nicht nach freiem Ermessen bestimmen. Hierbei müssen wir uns an die gesetzlichen Bestimmungen halten (§ 155 Abs. 3 Versicherungsaufsichtsgesetz). Danach vergleichen wir einmal im Jahr die erforderlichen mit den kalkulierten Versicherungsleistungen für jede Beobachtungseinheit eines Tarifs (z. B. Tarif BSS: Frauen, Männer oder Kinder und Jugendliche). Stellen wir bei dieser Gegenüberstellung eine Abweichung von mehr als fünf Prozent (Schwellenwert) fest, überprüfen wir die Beiträge und passen sie wenn nötig an.

In dem Tarif BSS sind die durchschnittlichen Versicherungsleistungen für Frauen weiterhin stark gestiegen.

Für Frauen und Männer in Tarif N sind die durchschnittlichen Versicherungsleistungen ebenfalls weiter stark gestiegen. Daher sind wir gezwungen, die Beiträge nach nur einem Jahr erneut anzupassen.

Warum wird der Beitrag in den Tarifen PN, PNW, PNSI, PNSII, PNWS und BSS für Männer zum 1. Januar 2022 erhöht?

Hierbei handelt es sich nicht um eine neue Beitragsanpassung. Im letzten Jahr hatten wir Versicherte mit besonders hohen Beitragssprüngen darüber informiert, dass die Beitragsanpassung in zwei Schritten erfolgt. Um unsere Versicherten nicht zu stark zu belasten, haben wir dafür – mit Zustimmung des Treuhänders – zusätzlich freie Vereinsmittel eingesetzt. Bei dem Mehrbetrag ab dem 1. Januar 2022 handelt es sich also um den zweiten Schritt der Anpassung, sodass nun der volle Beitrag zu zahlen ist.

Was sind die Hauptgründe für den relativ starken Anstieg der Beiträge für die Pflegezusatztarife EPG, EPC sowie PVZ?

  • Gestiegene Leistungsausgaben
    Die Leistungsausgaben waren in der Pflegeversicherung über viele Jahre hinweg stabil und sind teilweise sogar gesunken. Dies betraf sowohl die private Pflegepflichtversicherung als auch die Pflegezusatztarife.
    Aufgrund verschiedener Reformen wurden die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung mehrfach verbessert. Mit dem Zweiten Pflegestärkungsgesetz wurden die bisherigen 3 Pflegestufen durch 5 Pflegegrade ab dem 1. Januar 2017 ersetzt und das Bewertungsprinzip grundlegend verändert. Daher musste die Bundesregierung die Zahl der zukünftigen Leistungsempfänger zunächst schätzen. Auf dieser Grundlage wurden auch die Beiträge für die Pflegezusatzversicherungen kalkuliert. Inzwischen können wir jedoch die tatsächlichen Auswirkungen der Reformen beobachten: Es gibt spürbar mehr Leistungsempfänger in den einzelnen Pflegegraden als ursprünglich geschätzt – und einkalkuliert. Das muss nun durch die Beitragsanpassung abgefangen werden.
  • Sinkender Rechnungszins
    Ein Teil der Zinserträge ist über den Rechnungszins in die Beiträge eingerechnet. Das führt zu einem geringeren Beitrag. Wegen des seit einigen Jahren äußerst niedrigen Zinsniveaus müssen wir den Rechnungszins zwangsläufig absenken, wodurch der Beitrag steigt. Bei Pflegebedürftigkeit leisten Versicherer meistens im fortgeschrittenen Alter. Daher sind die Beitragsteile, die als Alterungsrückstellung zurückgelegt werden, in Pflegeversicherungstarifen besonders hoch. Sinkt der Rechnungszins, führt das somit zu vergleichsweise spürbaren Beitragssteigerungen.

Kann ich die Beitragserhöhung steuerlich geltend machen?

Beiträge für eine sogenannte Basisabsicherung können steuerlich in unbeschränkter Höhe geltend gemacht werden. Erhöhen sich die Beiträge für die Vollversicherung, können daher entsprechend höhere Beträge als Vorsorgeaufwendungen steuerlich abgesetzt werden.

Eine Vorbescheinigung zur Vorlage bei Arbeitgeber oder Dienstherrn über die höheren steuerlich absetzbaren Beträge wird automatisch versandt.

Weitere Informationen hierzu finden Sie in den „Häufig gestellten Fragen zum Bürgerentlastungsgesetz“.

Wie werden die Beiträge in der Privaten Krankenversicherung kalkuliert?

In der Privaten Krankenversicherung gilt das Kapitaldeckungsverfahren. Maßgebend sind der Umfang des Versicherungsschutzes, der Gesundheitszustand bei Vertragsabschluss sowie das Alter der zu versichernden Person. Dabei muss jeder Jahrgang gesondert für jeden Tarif (das sogenannte Kollektiv) die während der Vertragsdauer insgesamt anfallenden durchschnittlichen Versicherungsleistungen mit Beiträgen decken. Für Verträge, die vor dem 21. Dezember 2012 geschlossen wurden, wird zusätzlich das Geschlecht berücksichtigt (falls der Vertrag nicht zwischenzeitlich auf Unisex-Tarife umgestellt wurde).

Ein Teil der Beiträge finanziert die laufend anfallenden Versicherungsleistungen, der andere Teil wird als Alterungsrückstellung angesammelt, um die im Alter steigenden Versicherungsleistungen auszugleichen.

Was ist die "Alterungsrückstellung" und wofür wird sie verwendet?

Allein aufgrund des Älterwerdens darf der Beitrag in der Privaten Krankenversicherung nicht steigen. Daher bilden wir eine Alterungsrückstellung und legen diese verzinslich an. Wenn dann im Alter die durchschnittlichen Versicherungsleistungen steigen, begleichen wir diese aus der Alterungsrückstellung.

Ich habe keine Rechnungen eingereicht. Warum wird mein Beitrag dennoch erhöht?

Nicht nur in der Gesetzlichen Krankenversicherung gilt das Prinzip der Solidarität zwischen Gesunden und Kranken.

Bei einer Beitragsanpassung müssen wir nach den gesetzlichen Vorgaben die durchschnittlichen Leistungen innerhalb einer Beobachtungseinheit (gleicher Tarif, gleicher Jahrgang) berücksichtigen. Denn jeder Jahrgang finanziert mit seinen Beiträgen gesondert für jeden Tarif (das sogenannte Kollektiv) die während der Vertragsdauer insgesamt anfallenden durchschnittlichen Versicherungsleistungen. Für Verträge, die vor dem 21. Dezember 2012 geschlossen wurden, ist zusätzlich das Geschlecht maßgebend (falls der Vertrag nicht zwischenzeitlich auf Unisex-Tarife umgestellt wurde). Welche Leistungen einzelne Versicherte in Anspruch nehmen, ist daher nicht ausschlaggebend. Wir unterscheiden also nicht zwischen Versicherten, die höhere, niedrigere oder gar keine Leistungen beanspruchen. Ein Versicherungsverein basiert auf der Bereitschaft seiner Mitglieder, im Krankheitsfall füreinander aufzukommen und somit die Krankheitskosten gemeinsam zu tragen.

Warum gibt es bei einer Beitragsanpassung keinen einheitlichen Erhöhungsprozentsatz?

Bei der Beitragskalkulation berücksichtigen wir für jeden Jahrgang – gesondert für jeden Tarif und jedes Geschlecht (sofern die Beiträge nicht geschlechtsunabhängig kalkuliert sind) – mit welchen durchschnittlichen Leistungen für den einzelnen Versicherten insgesamt bis zum Lebensende zu rechnen ist. Anhand dessen ermitteln wir den durchschnittlichen Beitragsbedarf. Je nach Tarif, Alter und Geschlecht ergibt sich daraus eine unterschiedliche Höhe der Beitragsanpassung, die außerdem von der Dauer und dem Umfang des bisherigen Versicherungsschutzes abhängt.

Kann ich der Beitragsanpassung widersprechen?

Nein. Eine Beitragsanpassung (hierbei kann es sich sowohl um eine Senkung als auch um eine Erhöhung handeln) ist klar geregelt und erfolgt nur, wenn bestimmte „auslösende Faktoren“ erfüllt sind. Das entspricht auch der vertraglichen Vereinbarung (§ 8b der Musterbedingungen für die Krankheitskosten- und Krankenhaustagegeldversicherung (MB/KK 2009).

Wie sieht die zukünftige Beitragsentwicklung – insbesondere im Alter – aus?

Konkrete Aussagen zur Beitragsentwicklung im Alter kann niemand treffen. Tendenziell gilt aber: Wir haben in den vergangenen Jahrzehnten eine Vielzahl von Maßnahmen ergriffen, um die Beitragsentwicklung im Alter zu stabilisieren. Dazu gehört vor allem eine nachhaltige Beitragskalkulation (Aufbau der Alterungsrückstellung). Durch unser schlankes Tarifwerk ist die Risikostruktur sehr ausgewogen, da wir viele Personen im selben Tarif versichern. Auch der gesetzliche Beitragszuschlag spielt eine große Rolle, der bis zum Ende des Kalenderjahres zu zahlen ist, in dem die versicherte Person 60 Jahre alt wird; diese Mittel setzen wir für Versicherte ab 65 Jahren ein, um Beitragserhöhungen zu vermeiden bzw. zu vermindern.

Kommt es auch in der Gesetzlichen Krankenversicherung zu Beitragsanpassungen?

Diesen Vergleich braucht die Debeka nicht zu scheuen. Selbst wenn man die Beitragserhöhung zum 1. Januar 2022 schon berücksichtigt, liegt der Beitrag in der Regel immer noch unter dem durchschnittlichen Höchstbeitrag der Gesetzlichen Krankenversicherung (2022: über 900 Euro inkl. Pflegeversicherung). Hinzu kommen dort weitere Zuzahlungen, beispielsweise für Medikamente.

Auch die Gesetzliche Krankenversicherung hat mit Kostensteigerungen zu kämpfen, die sich infolge der demografischen Entwicklung noch verstärken werden. Schon jetzt ist der Anteil außerordentlich hoch, den die Erwerbstätigen zur Finanzierung der Defizite bei den Krankheitskosten der Rentner leisten. Um den „Generationenvertrag“ auch in Zukunft zu erfüllen, sind Beitragssteigerungen in der Gesetzlichen Krankenversicherung unabwendbar.

Darüber hinaus steigt der Beitrag in der Gesetzlichen Krankenversicherung grundsätzlich jedes Jahr. Unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze werden bei jeder Lohnerhöhung ca. 16 Prozent für die Krankenkasse abgezogen. Bei einem höheren Verdienst müssen aufgrund der höheren Beitragsbemessungsgrenze höhere Beiträge abgeführt werden. Bereits zum 1. Januar 2020 wurde die Beitragsbemessungsgrenze von 4.537,50 Euro auf 4.687,50 Euro pro Monat erhöht. Zum 1. Januar 2021 wurde die Beitragsbemessungsgrenze noch einmal auf 4.837,50 Euro monatlich angehoben. Zum 1. Januar 2022 haben wir die Sondersituation, dass die Grenze unverändert bleibt.

Was sind die Vorteile meines privaten Krankenversicherungsschutzes?

Ihr privatrechtlicher Vertrag garantiert Ihnen die Einhaltung der tariflichen Leistungszusage ein Leben lang. Nachträgliche Leistungseinschnitte wie in der Gesetzlichen Krankenversicherung sind in der Privaten Krankenversicherung nicht möglich. Je nach Tarif haben Sie Anspruch auf Chefarztbehandlung im Krankenhaus, Heilpraktikerbehandlung und höhere Leistungen bei Zahnersatz. Darüber hinaus profitierten Sie von innovativen Heilmethoden, und der Arzt ist nicht von Budgetzwängen der Gesetzlichen Krankenversicherung betroffen. Der hohe Standard des privaten Versicherungsschutzes ist auch für Ihr Alter gesichert.

Was wird für bezahlbare Beiträge im Alter getan?

Das betrifft insbesondere privat versicherte Arbeitnehmer, da mit Renteneintritt der Arbeitgeberzuschuss zu den Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen entfällt.

Eine ganze Reihe von Maßnahmen sorgt dafür, dass der Beitrag auch im Alter bezahlbar bleibt. Darüber hinaus können Sie zusätzlich vorsorgen.

  • Der gesetzliche Beitragszuschlag zur Stabilisierung der Krankenversicherungsbeiträge im Alter

Für alle Versicherten, die ab dem Jahr 2000 einen privaten Krankenversicherungsvertrag abgeschlossen haben (ausgenommen sind Kinder- und Ausbildungstarife, Zusatztarife zur gesetzlichen Krankenversicherung sowie die private Pflegepflichtversicherung), ist die Zahlung eines 10%igen gesetzlichen Beitragszuschlags vorgesehen. Auch für Versicherte, die bereits vorher einen entsprechenden Vertrag abgeschlossen hatten, erfolgte eine schrittweise Einführung, sofern der Zahlung damals nicht widersprochen wurde.

Die Zahlung des 10%igen Beitragszuschlags endet mit Ablauf des Kalenderjahres, in dem der Versicherte 60 Jahre alt wird. Ab diesem Zeitpunkt reduziert sich somit der zu zahlende Beitrag automatisch. Die angesammelten Mittel aus dem Zuschlag werden dann verwendet, um Beitragserhöhungen bei Versicherten ab 65 Jahren zu reduzieren.

  • Wegfall des Krankentagegeldtarifs

Mit Renteneintritt ist es nicht mehr notwendig, das Gehalt gegen längere Arbeitsunfähigkeit abzusichern. Der Beitrag für die Krankentagegeldversicherung entfällt somit, und die Gesamt-Belastung sinkt entsprechend.

  • Zuschuss des Rentenversicherungsträgers zum Krankenversicherungsbeitrag

Sofern alle Voraussetzungen erfüllt sind, erhalten privat krankenversicherte Rentner bei Rentenbeginn einen Zuschuss zum Krankenversicherungsbeitrag. Dieser Zuschuss beträgt 2021 7,3 Prozent vom Zahlbetrag der persönlichen Rente und ist auf die Hälfte der tatsächlichen Aufwendungen für die Krankenversicherung begrenzt. Wer also über 45 Berufsjahre einen Durchschnittslohn verdiente, erhält bei einer Rente von ca. 1.300 Euro aktuell einen monatlichen Zuschuss von rund 95 Euro zur Krankenversicherung.

  • Beitragsentlastung in Form der „Besonderen Bedingungen M für die modifizierte Beitragszahlung (BBM)“

Wer seinen späteren Krankenversicherungsbeitrag in vertraglichem Umfang senken möchte, dem bieten wir die Möglichkeit der gezielten Beitragssenkung ab 65 bzw. 67 Jahre an. Das ist vor allem für Arbeitnehmer interessant, denn der Arbeitgeber beteiligt sich im Rahmen des Arbeitgeberzuschusses auch an dem Beitrag für die BBM.

  • Sozialtarife in der Privaten Krankenversicherung

Sollte der Beitrag im Alter dennoch zu hoch ausfallen, besteht immer noch die Möglichkeit in den sogenannten Standard- oder Basistarif zu wechseln. In den Standardtarif kann jedoch nicht mehr gewechselt werden, wenn der Vertrag nach dem 1. Januar 2009 abgeschlossen oder zwischenzeitlich in die Unisex-Tarifwelt umgestellt wurde.

Beide Tarife orientieren sich hinsichtlich der Leistungen an der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und sehen Beitragsbegrenzungen auf Höchstbeiträge vor (voraussichtliche Werte ab 1. Januar 2022): im Standardtarif auf 706,28 Euro (GKV-Höchstbeitrag) und im Basistarif auf 769,16 Euro (GKV-Höchstbeitrag zzgl. des durchschnittlichen Zusatzbeitrags liegt 2022 bei 1,3 Prozent). Näheres hierzu finden Sie auch in der Antwort zu der Frage: Welche Alternativen habe ich, wenn ich meinen Beitrag senken möchte?

  • Weitere Maßnahmen zur zukünftigen Beitragsbegrenzung

Die Alterungsrückstellung legen wir verzinslich an. Darüber hinaus erwirtschaften wir aufgrund einer umsichtigen Geschäfts- und Anlagepolitik weitere Kapitalerträge, also Überschüsse. 90 Prozent davon sind nach gesetzlichen Vorgaben den Versicherten jährlich gutzuschreiben und dienen als zusätzliche Rückstellung (Anwartschaft auf Beitragsermäßigung im Alter). Diese Mittel werden – ebenso wie die Mittel aus dem gesetzlichen Beitragszuschlag – bei Versicherten ab 65 Jahren eingesetzt, um Beitragserhöhungen zu vermeiden bzw. zu vermindern. Sind die reservierten Gelder noch nicht verbraucht, erhalten Versicherte ab 80 Jahren konkrete Beitragssenkungen. (Die restlichen 10 Prozent der Überschüsse aus der Verzinsung kommen, wie auch alle anderen Überschüsse, allen Versicherten zugute: Um Beitragserhöhungen abzumildern oder als Beitragsrückerstattung bei Leistungsfreiheit.)

Der im Jahr 2000 eingeführte gesetzliche Beitragszuschlag wird ebenfalls verzinslich angelegt und genauso verwendet wie die Mittel aus der Anwartschaft auf Beitragsermäßigung im Alter.

Welche Alternativen habe ich, wenn ich meinen Beitrag senken möchte?

Privat Krankenversicherte haben einen Rechtsanspruch darauf, innerhalb des Unternehmens jederzeit in einen anderen Tarif mit gleichartigem (auf Wunsch auch niedrigerem) Versicherungsschutz zu wechseln (siehe dazu auch die Antwort auf die Frage: Was bedeutet das Wechselrecht nach § 204 Abs. 1 Nummer 1 Versicherungsvertragsgesetz?). Weiterhin weisen wir privat Krankenversicherte, die 55 Jahre und älter sind, im Rahmen einer Beitragsanpassung konkret auf andere Tarife hin, wenn diese finanziell günstiger sind.

Bedenken Sie jedoch bitte, dass sich Ihr Beitrag – je nach Tarif – grundsätzlich nur verringert, wenn Sie entweder auf Leistungen verzichten oder die Selbstbeteiligung erhöhen. Bevor Sie diese Entscheidung treffen, sollten Sie sich daher die Frage stellen, auf welche Leistungen Sie verzichten können oder welche Leistungen Ihnen weniger wichtig sind. Vor allem, weil eine spätere Wiederherstellung des ursprünglichen Leistungsumfangs immer mit einer erneuten Gesundheitsprüfung verbunden ist.

Auf unserer Internetseite können Sie unter www.debeka.de/tarifwechsel die Leistungsinhalte der alternativen Tarife vergleichen, die für Sie infrage kommen. Im weiteren Verlauf teilen wir Ihnen auf Wunsch auch den zu zahlenden Beitrag mit, falls Sie wechseln möchten.

Im Rahmen des Internet-Vergleichs besteht z. B. auch die Möglichkeit, die zwei brancheneinheitlichen "Sozialtarife" zu vergleichen: den Standardtarif und den Basistarif. Diese beiden Tarife werden von allen Unternehmen der Privaten Krankenversicherung angeboten und sehen vor, dass kein höherer Beitrag zu zahlen ist, als der jeweils aktuelle Höchstbeitrag der Gesetzlichen Krankenversicherung (im Basistarif zzgl. des durchschnittlichen Zusatzbeitrags). Die Tarife bieten somit eine soziale Schutzfunktion für den Fall, dass der Beitrag im Alter ggf. nicht mehr tragbar ist.

Der Standardtarif ist der klassische Sozialtarif der Privaten Krankenversicherung für langjährig Privatversicherte (Vertragsabschluss vor 1. Januar 2009), die nach einem Bisex-Tarif versichert sind. Die Leistungen sind mit denen der Gesetzlichen Krankenversicherung vergleichbar. Dieser Tarif bietet insbesondere Rentnern, die seit Jahrzehnten privat krankenversichert sind, eine Möglichkeit der Beitragsentlastung.

Auch die Leistungen des Basistarifs sind mit denen der Gesetzlichen Krankenversicherung vergleichbar. Der Basistarif trat 2009 die Nachfolge des Standardtarifs an und wurde als Garantie geschaffen, so dass auch Personen mit schweren Vorerkrankungen in die Private Krankenversicherung aufgenommen werden können. Der Basistarif ist in erster Linie für die Versicherten interessant, die hilfebedürftig im Sinne des Zweiten oder Zwölften Buches Sozialgesetzbuch sind. In diesem Fall wird der zu zahlende Beitrag nämlich halbiert. Die Betroffenen erhalten einen Zuschuss von der Sozialbehörde, sodass ggf. kein Eigenanteil mehr gezahlt werden muss.

Was bedeutet das Tarifwechselrecht nach § 204 Abs. 1 Nummer 1 Versicherungsvertragsgesetz (VVG)?

Wir sind gesetzlich dazu verpflichtet, bei einer Beitragsanpassung auf das in § 204 Abs. 1 Nummer 1 VVG geregelte Wechselrecht in gleichartige Tarife hinzuweisen. Das vermittelt möglicherweise den Eindruck, jedes Krankenversicherungsunternehmen führe mehrere gleichartige Tarife mit unterschiedlichem Beitragsniveau (sogenannte Paralleltarife). Dieses Risiko haben Debeka-Versicherte nicht. Denn wir haben Neukunden und Bestandsversicherten bisher stets einen einheitlichen Versicherungsschutz angeboten. Allerdings hat der Gesetzgeber die privaten Krankenversicherer verpflichtet, seit dem 21. Dezember 2012 nur noch geschlechtsunabhängig kalkulierte Tarife anzubieten. Wir haben dieses Urteil damals zum Anlass genommen, unser langjähriges Tarifwerk zu überarbeiten: Es wurden neue verbesserte Tarife eingeführt. Ein Wechsel in diese Tarife wäre daher – soweit es Mehrleistungen betrifft – nur nach einer erneuten Gesundheitsprüfung jederzeit zum nächsten Monatsersten möglich.

Sie können auf unserer Internetseite unter www.debeka.de/tarifwechsel die Leistungsinhalte der alternativen Tarife vergleichen, die für Sie infrage kommen. Im weiteren Verlauf teilen wir Ihnen auf Wunsch auch den zu zahlenden Beitrag im Fall eines möglichen Wechsels mit.

Warum kommt es bei den „Besonderen Bedingungen M für die modifizierte Beitragszahlung (BBM)“ zu einer Beitragsanpassung?

Verlängern sich die durchschnittlichen Vertragslaufzeiten infolge einer steigenden Lebenserwartung oder eines Rückgangs von Kündigungen oder sinkt der Rechnungszins, müssen die BBM-Beiträge entsprechend angehoben werden, da die vereinbarte Beitragssenkung länger in Anspruch genommen wird als bisher kalkuliert.

Habe ich aufgrund einer Beitragsanpassung ein außerordentliches Kündigungsrecht?

Aufgrund einer Beitragserhöhung können Sie Ihre Krankenversicherung innerhalb von zwei Monaten nach Zugang der Änderungsmitteilung zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Erhöhung kündigen (§ 13 Abs. 5 der Musterbedingungen für die Krankheitskosten- und Krankenhaustagegeldversicherung (MB/KK 2009)).

Welche Unterlagen benötigen Sie, damit die außerordentliche Vertragskündigung wirksam wird?

Aufgrund der Pflicht zur Versicherung wird die Kündigung des Haupttarifs grundsätzlich erst dann wirksam, wenn Sie uns innerhalb von zwei Monaten nach der Kündigungserklärung nachweisen, dass ein neuer Vertrag bei einem anderen Versicherer abgeschlossen wurde.

Sondersituation: Corona-Zuschlag in der privaten Pflegepflichtversicherung (PPV) im Jahr 2022

Warum wurde ein befristeter „Corona-Zuschlag“ in der PPV eingeführt?

Die Corona-Pandemie hat zu hohen zusätzlichen Kosten im Gesundheitswesen geführt – u. a. durch Hygienemaßnahmen in der Pflege und Corona-Tests. An diesen Kosten muss sich die PPV beteiligen.

Zahlungen des PKV-Verbands für pandemiebedingte Mehraufwendungen in der Pflege:

  • im Jahr 2020: 33,50 Mio. Euro,
  • im Jahr 2021 (für 2020): 94 Mio. Euro
  • im Jahr 2021 bisher: 352,50 Mio. Euro

Diese Gesamtkosten von ca. 480 Mio. Euro sind nicht in die Beiträge einkalkuliert. Zusammen mit den anderen Ausgaben von 1,4 Mrd. Euro steigen also die Kosten um ca. 34,5 Prozent.

Um diese vorübergehenden höheren Ausgaben abzudecken, sind alle Versicherer, die die PPV anbieten, verpflichtet, im Jahr 2022 einen monatlichen Zuschlag von ihren Versicherten zu erheben. Die gesetzliche Grundlage dafür ist § 110a Sozialgesetzbuch Elftes Buch (SGB XI).

Auf welcher gesetzlichen Grundlage basiert der Corona-Zuschlag?

Mit dem „Gesetz zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung“ (GVWG) haben alle Versicherungsunternehmen, die eine PPV anbieten, die Möglichkeit, einen befristeten Zuschlag zu erheben. Die gesetzliche Grundlage ist § 110a Sozialgesetzbuch Elftes Buch (SGB XI).

Die Mehrausgaben werden auf die Tarife PVN und PVB anhand der Zahl der Leistungsempfänger des jeweiligen Tarifs aufgeteilt. Der Zuschlag wird dann gleichmäßig durch alle Versicherten des jeweiligen Tarifs finanziert.

Für welchen Zeitraum wird der Corona-Zuschlag erhoben?

Der Zuschlag fällt nur im Jahr 2022 (1. Januar bis 31. Dezember 2022) an.

Wer legt die Höhe des Corona-Zuschlags fest?

Die Zuschlagshöhen wurden durch den PKV-Verband kalkuliert und ein unabhängiger Treuhänder hat diesen zugestimmt. Sie betragen für die

  • Tarifstufe PVB monatlich 7,30 Euro und für die
  • Tarifstufe PVN monatlich 3,40 Euro.

Warum gibt es eine Differenz bei den Zuschlagshöhen?

In Tarifstufe PVB ist zwar ein geringeres Leistungsversprechen vereinbart, trotzdem ist der Zuschlag höher als in Tarifstufe PVN. Der Grund dafür: In Tarifstufe PVB sind prozentual mehr Pflegebedürftige versichert, die wiederrum deutlich mehr Corona-bedingte Leistungen in Anspruch nahmen und nehmen.

Zum Hintergrund: Die PPV wurde gesetzlich verpflichtet, sich entsprechend ihres Anteils von insgesamt rund 9,2 Millionen Versicherten an den Mehrausgaben der Pflegeversicherung in der Corona-Pandemie zu beteiligen. Berücksichtigt werden dabei die zusätzlichen Kosten, die durch den Corona-Rettungsschirm entstanden sind, hauptsächlich für Hygienemaßnahmen und Corona-Tests. Dafür sind bislang Zusatzausgaben von über 500 Millionen Euro entstanden. Davon werden die Minderausgaben (z. B. durch eine geringere Belegung der Pflegeeinrichtungen) abgezogen. Unter dem Strich bleiben rund 480 Millionen Euro zusätzliche Kosten für die PPV, die nun durch den befristeten Corona-Zuschlag ausgeglichen werden müssen.

Die Träger der Beihilfe in Bund, Ländern und Kommunen sind an den Kosten des Corona-Rettungsschirms nicht beteiligt. Das Gesetz schreibt zudem ausdrücklich die Kostenverteilung nach der Anzahl der Empfänger von Pflegeleistungen vor – und deren Anzahl ist in der Tarifstufe PVB deutlich höher als in Tarifstufe PVN. So waren im Jahr 2020 201.420 Personen in Tarif PVB pflegebedürftig, während es in Tarif PVN nur 74.068 Personen waren. Dies entspricht einer Verteilung von ca. 73 Prozent in Tarif PVB zu 27 Prozent in Tarif PVN. Unter Berücksichtigung des Bestands an beitragspflichtigen Versicherten (rund 4 Millionen in Tarif PVB zu rund 3,2 Millionen in Tarif PVN) führt dies insgesamt zu dem höheren Corona-Zuschlag für die Versicherten in der Beihilfe-Tarifstufe PVB.

Greift für den Pandemiezuschlag die Begrenzung auf den Höchstbeitrag der sozialen Pflegepflichtversicherung (SPV)?

In der PPV gilt ein Grenzwert: Personen, die länger als 5 Jahre versichert sind, zahlen monatlich höchstens 59,02 Euro in Tarifstufe PVB und 147,54 Euro in Tarifstufe PVN. (Stand 2021)

Der monatliche Corona-Zuschlag gilt laut Gesetz „über die Prämie“ hinaus. Das bedeutet, dass der aktuelle Höchstbeitrag der SPV überschritten werden kann. Dies gilt auch für die Höchstbeitrags-Begrenzung für Ehe- und Lebenspartner.

Muss für Kinder und Jugendliche auch der Corona-Zuschlag gezahlt werden?

Nein. Kinder und Jugendliche sind im Sinne einer Familienversicherung beitragsfrei versichert und müssen daher keinen Zuschlag zahlen.

Studenten, Schüler, Praktikanten, die nicht beitragsfrei mitversichert sind (gem. § 20 Abs 1 Nr. 9 und 10 SGB XI), müssen den Zuschlag zahlen. Sie sind Versicherte im Sinne des § 110a Abs. 3 SGB XI und demnach an der Finanzierung der Corona-Mehrausgaben zu beteiligen.

Was gilt für Anwartschaften?

Der Zuschlag ist bei großen Anwartschaften (mit Bildung von Alterungsrückstellungen) zu zahlen. Bei kleinen Anwartschaften (ohne Bildung von Alterungsrückstellungen) wird der Corona-Zuschlag nicht erhoben.

Was gilt bei Arbeitslosigkeit und sozialer Hilfebedürftigkeit?

Der Corona-Zuschlag wird nicht für Personen erhoben, die entweder Anspruch auf Arbeitslosengeld oder auf Leistungen der Grundsicherung für Arbeitssuchende haben bzw. durch die Zahlung des Zuschlags hilfebedürftig im Sinne der Grundsicherung würden (§ 110a Abs. 6 SGB XI). Der Zuschlag wird auch nicht erhoben für Beschädigte nach dem Gesetz über die Versorgung der Opfer des Krieges (Bundesversorgungsgesetz – BVG § 27a).

Wie erfolgt die Information unserer Mitglieder über den Corona-Zuschlag?

Gemeinsam mit unserem Anschreiben zur Beitragsanpassung bzw. mit einem separaten Anschreiben (bei Versicherten, deren Tarife von keiner Beitragsanpassung betroffen sind) informieren wir unsere Versicherten bis spätestens Ende November 2021.
Der Zuschlag wird zu Beginn des zweiten Monats wirksam, der auf die Mitteilung folgt (1. Januar 2022).

Besteht aufgrund der Erhöhung durch den Corona-Zuschlag ein außerordentliches Kündigungsrecht der PPV?

Sofern sich der Beitrag aufgrund des befristeten Corona-Zuschlags erhöht (nach § 110a Abs. 5 SGB XI, unter Verweis auf § 205 Abs. 4 VVG), besteht ein außerordentliches Kündigungsrecht für die PPV.

Bitte beachten Sie jedoch dabei: Jedes PKV-Unternehmen ist verpflichtet, den Corona-Zuschlag zu erheben.

Die PPV kann in Textform (z. B. per Brief oder E-Mail) innerhalb von 2 Monaten nach Zugang des Mitteilungsschreibens gekündigt werden (zum Datum der Änderung).

Kündigt der VN die PPV einer mitversicherten Person, brauchen wir einen Nachweis, dass diese über die Kündigung informiert ist, damit die Kündigung wirksam ist. Wir benötigen hierzu eine Bestätigung, die von der Person unterschrieben ist. Die Wirksamkeit der Kündigung muss durch einen lückenlos anschließenden Versicherungsschutz nachgewiesen werden.

Kann dem Corona-Zuschlag widersprochen werden?

Nein, der befristete Zuschlag ist vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 zu zahlen. Die Möglichkeit eines Widerspruchs hat der Gesetzgeber nicht vorgesehen.

Ihre Frage konnten wir nicht beantworten?

Senden Sie uns Ihre individuelle Frage zur Beitragsanpassung zu.