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Die gesetzliche Rente - wichtig, aber nicht ausreichend

Das aktuelle Leistungsniveau

Als Mitglied der gesetzlichen Rentenversicherung ist ein Teil Ihrer Versorgung bei  Erwerbsminderung, im Todesfall und im Alter vom Gesetzgeber festgelegt. Nach gesetzlichen Vorgaben zahlen Sie zusammen mit Ihrem Arbeitgeber 18,6 % Ihres Brutto-Arbeitseinkommens in die Rentenkasse. Dafür erhalten Sie nach der aktuellen Rechtslage frühestens mit dem 63. Lebensjahr eine Altersrente. Die Höhe dieser Rente hängt insbesondere von der Höhe und der Dauer der eigenen Beitragsleistung ab:

Bruttorente mit 63 Jahren - alte Bundesländer

Bruttoeinkommen
monatlich in Euro
Beitragsjahre
30 35 40
2.000 502 EUR 586 EUR 670 EUR
3.000 753 EUR 879 EUR 1.005 EUR
4.000 1.005 EUR 1.172 EUR 1.340 EUR
5.000 1.256 EUR 1.465 EUR 1.674 EUR
6.000 1.507 EUR 1.758 EUR 2.009 EUR
7.000 1.733 EUR 2.022 EUR 2.311 EUR

Die Beispiele machen deutlich, dass die gesetzliche Rentenversicherung im Alter als Grundsicherung dient. Sie ist aber weit davon entfernt, den erreichten Lebensstandard zu sichern.

Was bringt die Zukunft?

Das dargestellte Preis-Leistungs-Verhältnis basiert auf der Annahme,dass der Bevölkerungsaufbau so bleibt wie er ist, denn die gesetzlichen Renten werden nach dem Umlageverfahren finanziert. Es wird kein Kapital aufgebaut. Die aktuell in die Rentenkassen eingehenden Rentenbeiträge werden direkt wieder als Renten ausgezahlt. Für diese Finanzierungsform ist es wichtig, dass die Anzahl der Beitragszahler und die der Rentenempfänger in einem angemessenen Verhältnis stehen. Das wird in Zukunft nicht mehr der Fall sein. Die Altersstruktur ändert sich dramatisch. Der hohe Anstieg der Lebenserwartung stellt dabei für sich genommen eine erfreuliche Entwicklung dar, wird aber zu einer Mehrbelastung des umlagefinanzierten Rentensystems führen, da mit der Lebenserwartung auch die durchschnittliche Dauer des Rentenbezuges steigen wird.

Deutsche Lebensbäume

Altersaufbau der Bevölkerung in Deutschland (in Tausend)
Altersaufbau

Quelle: Statistisches Bundesamt

Auf der anderen Seite wird die Dauer der Beitragszahlung geringer, zum Beispiel durch längere Ausbildungszeiten. Verschärft wird diese Entwicklung durch die geringe Anzahl an Geburten. Alles in allem führen diese Faktoren dazu, dass die Bevölkerung insgesamt abnimmt und älter wird. Dadurch stehen künftig immer weniger Beitragszahler zur Verfügung, die immer mehr Renten finanzieren müssen.

Das künftige Leistungsniveau

Die vorgezeichnete Entwicklung gilt als sicher, denn sie basiert auf den aktuellen Gegebenheiten, wie zum Beispiel Geburtenrate und Lebenserwartung. Ebenso sicher ist deshalb, dass dem derzeitigen Leistungsniveau der gesetzlichen Rentenversicherung die (Finanzierungs-)Grundlage entzogen wird. Wenn weniger Beitragszahler mehr Renten finanzieren müssen, gibt es nur zwei Möglichkeiten: der Beitrag steigt oder die Renten sinken. Steigende Beiträge würden durch höhere Lohnnebenkosten den Arbeitsmarkt belasten. Diese Möglichkeit, da sind sich die meisten Experten einig, entfällt. Es wird also kein Weg daran vorbeiführen, das Leistungsniveau der gesetzlichen Rentenversicherung weiterhin zu senken. Darüber hinaus werden die gesetzlichen Renten seit dem Alterseinkünftegesetz 2005 stärker steuerlich belastet. Damit sinken die Nettobezüge im Alter.

Ergreifen Sie jetzt die Initiative

Sie werden von dieser Entwicklung betroffen sein. Die gesetzliche Rente wird weniger zu Ihrer Altersversorgung beitragen als bislang angenommen.

Bitte schauen Sie in Ihre Renteninformation, die Sie jährlich vom Rentenversicherungsträger bekommen oder fordern Sie Ihre persönliche Rentenauskunft und/oder Ihren Versicherungsverlauf an:

Vergleichen Sie Ihre gesetzlichen Ansprüche mit Ihrem aktuellen Einkommen. Wenn also Ihre Einkünfte im Alter nicht sinken sollen, müssen Sie selbst aktiv werden und über Ihren Betrieb und privat vorsorgen. Je früher Sie damit beginnen, umso geringer ist der monatliche Aufwand. Unsere Rentenversicherungen sind auf den Ersatz und die Ergänzung der gesetzlichen Rente abgestimmt und eignen sich gleichzeitig für die Inanspruchnahme der staatlichen Fördermaßnahmen.