Häufig gestellte Fragen - Bausparen


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Bausparen

Können Kinder schon bausparen?

Ja, Sie können selbstverständlich für Ihr Kind einen Bausparvertrag abschließen und die Sparbeiträge einzahlen. Bereits ab dem 16. Lebensjahr erhalten Kinder die volle Bausparförderung, unabhängig vom Einkommen der Eltern.Bausparverträge sind innerhalb der Familie problemlos übertragbar.

 

Lohnt sich Bausparen für Ältere?

 

Ja,auf jeden Fall. Denn wer Rente oder Pension bezieht und darüber hinaus keine anderen hohen Einkünfte zu versteuern hat, kann voll in den Genuss der 8,8 % Bausparprämie kommen. Das ist bei Verheirateten ein stattliches Geschenk von 90,11 Euro.

 

Welche Vertragsänderungen sind bei Bausparverträgen möglich?

 

Folgende Vertragsänderungen können durchgeführt werden:

  • Teilung eines Bausparvertrages in zwei oder mehr Teilverträge
  • Zusammenlegung von Bausparverträgen gleichen Tarifes zu einem Vertrag
  • Ermäßigung der Bausparsumme
  • Erhöhung der Bausparsumme (nur Tarif BS3)
  • Übertragung eines Bausparvertrages auf einen Angehörigen

 

Wann ist ein Bausparvertrag zuteilungsreif?

Damit wir Ihren Bausparvertrag zuteilen können, müssen am Bewertungsstichtag – jeweils letzter Kalendertag des Vormonats –folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Das Bausparguthaben beträgt 40 % der Bausparsumme (Mindestsparguthaben)und
  • die Bewertungszahl ist mindestens 1.200.

 

Werden Bausparverträge staatlich gefördert?

Ja, Bausparverträge werden nach dem Wohnungsbau-Prämiengesetz mit Wohnungsbauprämie gefördert.
Zusätzlich fördert der Staat - unter bestimmten Voraussetzungen - die vermögenswirksamen Leistungen mit einer Arbeitnehmer-Sparzulage, wenn sie auf einen Bausparvertrag eingezahlt werden.

 

Wer bekommt Wohnungsbauprämie?

 

Jeder Bausparer, dessen zu versteuerndes Jahreseinkommen 25.600 Euro bei Alleinstehenden und 51.200 Euro bei Verheirateten nicht übersteigt,kann Wohnungsbauprämie erhalten. Auch wenn Ihr Bruttoeinkommen viel höher liegt, kann es - je nach Familienstand - sein, dass Sie die Wohnungsbauprämie trotzdem erhalten.

 

Wie viel Wohnungsbauprämie gibt es vom Staat?

Prämienbegünstigt sind jährlich Einzahlungen bis zu 512 Euro für Ledige und 1.024 Euro für zusammenveranlagte Ehegatten. Die Wohnungsbauprämie beträgt 8,8 %von maximal diesen Höchstbeträgen. Rund 85 % aller Haushalte haben Anspruch auf diese Förderung.

 

Wer erhält wie viel vermögenswirksame Leistungen (VL)?

Arbeitnehmer können - nach dem 5. Vermögensbildungsgesetz - bis zu 40 Euro vermögenswirksame Leistungen erhalten. Näheres regelt der jeweilige Arbeitsvertrag.

 

Wer erhält die Arbeitnehmer-Sparzulage und wie hoch ist sie?

Sie erhalten die Arbeitnehmer-Sparzulage, wenn das zu versteuernde Einkommen im Sparjahr bei Ledigen 17.900 Euro und bei zusammenveranlagten Ehepartnern 35.800 Euro nicht übersteigt.

 

Wer überweist die vermögenswirksamen Leistungen (VL)?

Nur Zahlungen, die direkt durch den Arbeitgeber auf den jeweiligen Vertrag überwiesen werden, können als vermögenswirksame Leistungen erfasst werden.

 

Was ist mit der "VL-Bescheinigung", die dem Jahresauszug zum Bausparvertrag beiliegt, zu tun?

Mit der VL-Bescheinigung wird die Festlegung der Arbeitnehmer-Sparzulage beantragt. Dies geschieht zusammen mit der Einkommenssteuererklärung bzw. -veranlagung.

 

Kann ich meine vermögenswirksamen Leistungen auf den Vertrag meines Ehegatten einzahlen?

Bei zusammenveranlagten Ehegatten können die vermögenswirksamen Leistungen auf den Vertrag des Ehepartners mit eingezahlt werden. Es wird nur eine VL-Bescheinigung auf den Namen des Vertragsinhabers erstellt.

 

Wann kann ich über mein Bausparguthaben und das Darlehen verfügen?

Wenn Ihr Vertrag die Voraussetzungen für die Zuteilung erfüllt, können Sie am letzten Kalendertag des auf den Bewertungsstichtag folgenden Monats über Ihr Guthaben und das Darlehen (=Bausparsumme) verfügen. Bausparverträge, die beispielsweise am Bewertungsstichtag 30. Juni die Zuteilungsvoraussetzungen erfüllen, werden am 31. Juli zugeteilt.

 

Freistellungsauftrag

Wie wird ein Freistellungsauftrag erteilt?

Ein Freistellungsauftrag ist grundsätzlich schriftlich mit dem Freistellungsformular zu erteilen. Dieses kann ausgedruckt oder von uns zugesandt werden.

 

Wer kann einen Freistellungsauftrag erteilen?

Einen Freistellungsauftrag können Sie (als Einzelperson oder als Eheleute)erteilen, wenn Sie Ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Inland haben und/oder der unbeschränkten deutschen Einkommensteuerpflicht unterliegen. Dabei ist es wichtig, die Steueridentifikationsnummer (TIN) im Freistellungsauftrag (bei gemeinsamen Freistellungen auch die des Ehegatten) anzugeben.

 

Wie hoch sind die Freibeträge?

  •   750 Euro für Alleinstehende
  • 1.500 Euro für Ehegatten


Hinzu kommen die Werbungskosten-Pauschbeträge von

  • 51 Euro für Alleinstehende
  • 102 Euro für Ehegatten
     

Kapitalerträge von Kindern sind in den Freibetrag der Eltern nicht einzurechnen; für sie muss jeweils ein gesonderter Freistellungsauftrag erteilt werden.

 

Bis wann muss ein Freistellungsauftrag erteilt werden?

Der Freistellungsauftrag muss bei Zinserträgen bis zum Jahresende bzw. bei Festgeld bis zum Ende der jeweiligen Laufzeit erteilt werden. Eine Ausnahme bilden Bausparverträge, die im laufenden Jahr zugeteilt werden. Bei diesen muss ein ausreichender Freistellungsauftrag bereits zum Zuteilungstermin vorliegen.

 

Wie lange ist ein Freistellungsauftrag gültig?

Jeder Freistellungsauftrag kann unbefristet oder bis auf Widerruf bzw. bis zur Änderung erteilt werden. Änderungen müssen immer auf dem Vordruck Freistellung erfolgen. Bei abgerechneten Verträgen endet der Auftrag mit Ablauf des Kalenderjahres, in dem die letzte Zinsgutschrift erfolgt ist.

 

Wann sollte ein neuer Freistellungsauftrag erteilt werden?

Bei Heirat, Trennung oder Scheidung verliert der bisherige Freistellungsauftrag seine Gültigkeit, auch wenn Sie alleinige/r Vertragsinhaber/in sind. Sie sollten in diesen Fällen einen neuen Auftrag erteilen.

 

Wie hoch sollte die Freistellung erteilt werden?

Als Faustformel gilt: pro 10.000 Euro Bausparsumme 200 Euro Freistellungsbetrag. Sie können selbstverständlich auch jeden anderen Betrag freistellen. Wichtig ist die Einhaltung der Höchstgrenzen von 801 Euro als Einzelperson bzw. 1.602 Euro für verheiratete Personen.

 

Was erfährt das Finanzamt über Ihre Freistellungsaufträge?

Die Kreditinstitute sind verpflichtet, für das Vorjahr die Höhe des Betrages zu melden, für den aufgrund des Freistellungsauftrages vom Steuerabzug Abstand genommen worden ist.

 

Was passiert, wenn Ihre Kapitalerträge den von Ihnen freigestellten Betrag überschreiten?

Von dem Teil des Kapitalertrages, der über dem uns mitgeteilten Freistellungsauftrag liegt, müssen wir 25 % Kapitalertragsteuer und zusätzlich noch 5,5 % Solidaritätszuschlag vom errechneten Kapitalertragsteuer an das Finanzamt abführen. Die Beträge weisen wir in Ihrem Kontoauszug aus.Die Kapitalertragsteuer und den Solidaritätszuschlag können Sie im Rahmen Ihrer Steuererklärung (Anlage KAP) wieder beim Finanzamt zurückfordern.

 

Wo erhalten Sie Formulare zur Freistellung von Kapitalerträgen?

Formulare zur Freistellung finden Sie auf unserer Internetseite oder können Sie in Ihrer Debeka-Geschäftsstelle erhalten.

 

Finanzieren

Wofür kann ich das Bauspardarlehen verwenden?

Das Bauspardarlehen können Sie für wohnwirtschaftliche Maßnahmen verwenden. Das sind zum Beispiel:

  • Hausbau, Hauskauf
  • Anbau, Umbau, Erweiterung
  • Kauf einer Eigentumswohnung
  • Finanzierung von Bauland und Erschließungskosten
  • Ablösung von Hypotheken
  • Auszahlung von Miterben
  • Modernisierungsmaßnahmen bei Altbauten
  • Modernisierungsmaßnahmen für Mietwohnungen durch den Mieter
  • Erwerb von Dauerwohnrechten in Altenwohnheimen
  • Erwerb von Anteilen und Dauerwohnrechten bei Bau- und Wohnungsgenossenschaften
  • gewerbliche Bauvorhaben zur Versorgung in Wohngebiete

 

Welche Beleihungsobjekte können Sie für die Sicherung des Darlehens verwenden?

Beliehen werden Bauplätze, inländische Wohnobjekte, Eigentumswohnungen sowie bebaute Erbbaugrundstücke.

 

Wie wird der Beleihungswert festgelegt?

Der Beleihungswert wird unter Berücksichtigung des Grundstückswertes, der angemessenen Bau- und Erwerbskosten sowie des Dauerertrages von der Bausparkasse festgesetzt.

 

Wie hoch ist die Beleihungsgrenze?

Das Darlehen darf zusammen mit vor- oder gleichrangigen Belastungen 80 %des Beleihungswertes nicht übersteigen. Darüber hinaus können wir Zusatz- und Ersatzsicherheiten berücksichtigen.

 

Wie wird das Darlehen abgesichert?

Zur Darlehenssicherung wird in der Regel eine Grundschuld eingetragen. Die Grundschuld wird über einen Notar beim Grundbuchamt beantragt und eingetragen. Bei Darlehen bis 30.000 Euro kann unter besonderen Voraussetzungen von einer Grundschuldeintragung abgesehen werden. Das Gleiche gilt, wenn andere geeignete Sicherheiten angeboten werden.

 

Wie erfolgt die Darlehensauszahlung?

Bei noch nicht fertig gestellten Neubauten sowie bei größeren Um-, Aus- und Anbauten können die Darlehensbeträge entsprechend dem Baufortschritt ausgezahlt werden. In anderen Fällen können wir Darlehen in einer Summe auszahlen.